Leistungsnachweise in der Gemeinschaftsschule

Wie sehen diese aus?

Leistungsnachweise werden in jedem Fach in Form von verschiedenen Arten von Gelingensnachweisen erhoben. Sie können schriftliche Aufgaben sein, Demonstrationen (praktische Übungen, Versuche, Bewegungen...), Referate, Präsentationen etc. Jede Fachschaft hat ihre Kriterien zur Leistungsbeurteilung entsprechend erstellt.

Was man über Gelingensnachweise (umgangssprachlich "GNs") wissen solle:

Schulischer Rahmen:

- Im 5. Schuljahr sollen die aus der Grundschule ankommenden Kinder Zutrauen in ihre Fähigkeiten entwickeln, ihr Selbstbewusstsein zunehmend stärken und sich einschätzen lernen. Dies geschieht Schritt für Schritt mit Begleitung der Lehrkräfte.

- Im 8. Schuljahr wird zum Halbjahr die sog. Schullaufbahnempfehlung ausgesprochen. Der Schüler entscheidet auf der Grundlage der Empfehlung der Lehrkräfte und in Rücksprache mit seinen Eltern, welchen Bildungsabschluss er wählt. Entweder den Hauptschulabschluss in Klasse 9 oder den Realschulabschluss in Klasse 10. Diese Wahl hat Auswirkung auf den Unterricht ab Klasse 9.

Dieser schulische Rahmen wirkt sich auf die Umgehensweise mit GNs aus. In Klasse 5 erhalten die Schüler einen bestimmten Zeitraum mitgeteilt, in dem sie den GN erledigen/schreiben müssen. Mit aufsteigender Klassenstufe wird dieser Korridor enger. Ab dem zweiten Halbjahr in Klasse 7 werden die schriftlichen Leistungsnachweise am gleichen Tag geschrieben.

Wann ist ein GN bestanden?
Dann, wenn das Thema verstanden wurde. Das ist in der Regel bei schriftlichen GNs der Fall, wenn mehr als 50% der Aufgaben richtig beantwortet wurden.

Wie erkennen das Schüler und Eltern?
Der individuelle Fortschritt (Kommentar) des Schülers wird um die Bezugsnorm (bestanden/nicht bestanden oder Punkteangaben) ergänzt.

Auf dem Nachweis ist erkennbar, auf welchem Niveau die Leistungen erbracht wurden. Das Ergebnis des GN wird (mit Angabe der Niveaustufe) in der Übersicht im Lerntagebuch eingetragen.

Kann ein GN wiederholt werden und wer entscheidet dies?
Dies ist möglich, die letzte Entscheidung hierüber fällt jedoch die Lehrkraft. Manches Wissen ist für den weiteren Lernfortschritt grundlegend und es macht dann Sinn, nochmal Zeit für das Üben und damit Verstehen und Festigen aufzuwenden.

Wann werden die GNs geschrieben?

Dies ist in den Klassenstufen unterschiedlich.

Klassenstufe 5

Die Lehrkräfte geben einen Zeitraum an, in dem der GN geschrieben werden muss. In der Regel sind das bestimmte Wochen. Innerhalb dieses Rahmens entscheidet der Schüler über den Tag. Wenn er begonnen hat, den GN zu schreiben, muss er dies ein- und durchhalten (es darf nicht abgebrochen werden)

Die Gelingensnachweise sind für einen bestimmten Zeitumfang geplant, dauern aber nicht länger als eine Doppelstunde. Bei Kindern mit Nachteilsausgleich kann dies anders geregelt sein.

Klassenstufe 6

Grundsätzliches siehe oben, der Zeitraum, in dem der GN geschrieben werden soll, ist kürzer (i.d. Regel innerhalb einer Woche).

Zeitumfang - Lehrkräfte geben Zeitraum an, in dem der GN geschrieben werden soll (die Woche)
- Keine Zeiteinschränkung beim Schreiben, jedoch max. eine Doppelstunde,
- Ausnahmen nur für SuS mit Nachteilsausgleich

Klassenstufe 7

1.Halbjahr
Die Lehrkräfte geben den Zeitraum an, in dem der GN geschrieben werden soll (Tage)
Der orgegebene Zeitrahmen der Lehrkraft muss eingehalten werden und die Arbeiten dürfen einen größeren zeitlichen Umfang haben (z.B. Aufsatz). Ausnahmen nur für SuS mit Nachteilsausgleich

2.Halbjahr, gilt ab jetzt bis zum Ende der Schulzeit
Alle SuS schreiben zur gleichen Zeit, dabei muss der vorgegebene Zeitrahmen der Lehrkraft eingehalten werden. Ausnahmen nur für SuS mit Nachteilsausgleich.

Nachteilsausgleich:
Ein Nachteilsausgleich muss in der Klassenkonferenz beantragt und beschlossen werden.
Sollte die Bearbeitungsdauer bei GNs Inhalt des Nachteilsausgleichs sein so ist zu beachten, dass max. die doppelte Arbeitszeit zur Verfügung gestellt werden darf.

 

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