Schuljahr 2017/18

Projekte und Aktionen

Zirkus Heckolino: 300 junge Artisten aus der Grundschule zeigen ihr Können

Wenn in Wiernsheim der Zirkus „Heckolino" der Gemeinschaftsschule Heckengäu auftritt, ist die Wiernsheimer Lindenhalle voll. Deshalb haben sich bei den zwei Vorstellungen der rund 300 begeisterten Kinder am vergangenen Freitag insgesamt um die 1000 Besucher dort eingefunden. „Eine Woche lang gab es in der Heckengäuschule Zirkus", sagte Zirkusdirektor Christoph Eichler von der Freiburger Agentur Mixtura Unica zu Beginn bei der Galavorstellung. Er hatte mit seinen zwei Mitarbeitern und etwa 70 Eltern in der Woche zuvor die Kinder in der hohen Kunst eines Artisten unterrichtet. Zehn Eltern waren mit den 15 Lehrern der Schule sogar die ganze Woche über dabei behilflich, aus den Kindern richtige Künstler zu machen. „Der Zirkus findet nun zum zweiten Mal an unserer Schule statt", erläuterte Schulleiterin Monika Becker vor der Aufführung. Alle vier Jahre führe die Gemeinschaftsschule dieses Projekt durch.

Begeisterung erfasste die Zuschauer, als am Freitag, den 15.11.2017 die rund 300 Kinder der Klassen Eins bis Vier im Alter von sechs bis zehn Jahren schön geschminkt als Artisten ihr Programm präsentierten. Clowns bei der Ringakrobatik oder sportlich beim Parkour. Und von Beginn an bekamen die kleinen Künstler großen Applaus. Seifenblasen, Tuchakrobatik, Balance, Tanz, Zaubern und als Fakir über Scherben zu laufen, standen ebenfalls auf dem Programm. Und sogar auf das Trampolin und ein Trapez wagten sich die unerschrockenen Wiernsheimer Nachwuchszirkusdarsteller.

In 18 Workshops waren die Nummern einstudiert worden. „Uns gefällt das Prinzip, dass bei dem Projekt alle Kinder eingebunden sind und dadurch ihre Stärken entwickeln können", sagte Monika Becker. Und man sah den Kindern ihren Spaß förmlich an. Denn über ihre Gesichter huschte ein stolzes Lächeln, nachdem sie ihren Auftritt gemeistert hatten. Und andere Kinder warteten schon ungeduldig darauf, endlich an die Reihe zu kommen.

Besuch des Landtagsabgeordneten Daniel Born

Die Wiernsheimer 10a nimmt einen Landtagsabgeordneten ins Kreuzverhör
„Wieviele Stunden arbeitet ein Landtagsabgeordneter?", „Was verdient er?" und „Was sind seine politischen Ziele?" – SPD-Landtagsabgeordneter Daniel Born, der für seine Fraktion den Wahlkreis Enz betreut, stellte sich den Fragen der 10a der Heckengäuschule in Wiernsheim. Und so wurde – dank der sehr gut vorbereiteten Schülerinnen und Schüler und dem offenherzig antwortenden Politiker – aus einem Schulbesuch eine spannende politische Gesprächsrunde. „Warum besuchen Sie ausgerechnet unsere Schule?" wollte eine Schülerin wissen. „Mir ist es als Mitglied des Bildungsausschusses wichtig, regelmäßig die Schulen im Land zu besuchen, weil ich wissen will, wie unsere Politik vor Ort ankommt und wo Probleme und wo die passenden Lösungen liegen." parierte Born und ergänzte: „Außerdem hab' ich gehört, dass hier Theater gelernt werden kann und eine tolle Schulgemeinschaft herrscht." Tief wurde eingetaucht in politische Kernthemen. „Was hält der Abgeordnete von der Flüchtlingspolitik?" war eine Frage. „Wir haben eine humanitäre Verpflichtung und eine grundgesetzliche Verpflichtung – wer Schutz braucht, kann ihn in unserem Land finden. Wer keinen Anspruch hat, muss auch wieder gehen. Aber wir alle können stolz darauf sein, was wir geleistet haben und wir werden in den nächsten Jahren darüber froh sein, dass viele Geflüchtete zu unseren Nachbarn, Kollegen und Mitbürgern werden." antwortete der SPD-Politiker. Was er von der Wirtschafts- und von der Bildungspolitik halte, war eine andere Frage. Der Landtagsabgeordnete will, dass es eine Bildungslandschaft und eine Wirtschaft gibt, in der jeder die Möglichkeit hat, sich einen Beruf zu wählen, in dem er wirklich wirksam sein kann. „Ich will, dass wir in einem Land leben, in dem sie sich wirklich einbringen und das sie mit gestalten können. Dazu gehört auch eine Wirtschaft, die ihnen zukunftsfähige Berufe, gute Arbeitsplätze und faire Bezahlung bietet." so Born. In einem anschließenden Parcours durch das Schulleben wurden dem Abgeordneten nicht nur die gut ausgestatteten Räume, sondern auch liebevoll gestaltete Infotafeln zum Schulleben gezeigt: ob Spendenlauf oder Jugendwahl, eine „Weltkarte der Biografien" oder eine Diskussionswaage – die Schülerinnen und Schüler zeigten auf, wie aktiv sie bereits jetzt an der Demokratie teilhaben. „Die Heckengäuschule ist ein gutes Beispiel, warum es sich immer wieder lohnt, sich gerade auch für die Gemeinschaftsschulen stark zu machen. Und es ist klasse hier zu erleben, wie gutes Miteinander und fleißiges Lernen optimal miteinander verbunden werden." resümierte Born seinen mehrstündigen Besuch und dankte Lehrern und Schulleitung für ihre hervorragende Arbeit.

 

Helfertag der freiwilligen Feuerwehr an der Grundschule

Viele Kinder wissen bei einem Notfall höchstens die Nummer, die sie wählen
müssen. Was bei einem Brand zu tun ist und wie Erste Hilfe funktioniert, haben
die Jugendfeuerwehr Enzkreis und andere Jugendabteilungen an der Grundschule der Gemeinschaftsschule Heckengäu gezeigt.

Passend zur Notrufnummer der Feuerwehr nahmen 112 Grundschüler der Wiernsheimer Gemeinschaftsschule am Sicherheitstraining teil. Die Dritt- und
Viertklässler haben das Thema Sicherheit auf ihrem Bildungsplan stehen.
Zehn Stationen mussten die Kinder in kleinen Gruppen bewältigen, dabei fanden
die verschiedenen Übungen sowohl in den Klassenräumen als auch auf dem Hof statt.

In einem Klassenzimmer zeigte ein Feuerwehrmann seine komplette Ausrüstung,
die er bei einem Einsatz tragen muss, und erklärte den Kindern beispielsweise die
Funktion der Atemschutzmaske, die ihn bei einem Feuer vor dem gefährlichen
Rauch schützt. Passend dazu konnten die Schüler an einem Glashaus-Modell beobachten, wie sich der Rauch bei einem Brand im Haus verteilt, und was in so einer Situation am besten zu tun ist.

In einem anderen Klassenzimmer zeigten Jugendrotkreuzler Erste-Hilfe-Maßnahmen wie die stabile Seitenlage oder die Herzdruckmassage. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir in diesem Jahr die Unterstützung von weiteren Jugendabteilungen haben", sagte der Kreisjugendwart der Feuerwehr Enzkreis, Raffael Zaiour.

Die Jugendfeuerwehr veranstaltete zum achten Mal einen solchen Sicherheitstag an einer Schule, traditionell findet dieser am letzten Tag vor den Herbstferien statt. In diesem Jahr hätten sich die Beteiligten – neben Feuerwehr und Rotem Kreuz der Arbeiter-Samariter-Bund und das Technische Hilfswerk – besseres Wetter gewünscht, waren doch die großen Stationen draußen auf dem Schulhof platziert. ZumBeispiel standen dort die Fahrzeuge des Rettungsdienstes, die von den Schülern erkundet wurden. Die Feuerwehr, die kleine Spritztouren anbot, präsentierte ebenfalls ihren Fuhrpark.

Die Kinder konnten sich im Feuerlöschen üben, und einige Stationen des Parcours förderten die Zusammenarbeit der Schüler, die in Notfallsituationen ebenfalls wichtig ist. „Wir wollen die Kinder auf vielerlei Arten von Notfällen vorbereiten. Umso wichtiger ist es, dass heute auch das Technische Hilfswerk, das DRK und der ASB dabei sind", erklärte der Fachgebietsleiter des Jugendforums der Feuerwehr, Tobias Wichmann. die die Löschübungen ermöglichte.

Am Ende des nicht alltäglichen Schultages gab es für die Schule und alle Teilnehmer eine Urkunde. „Vielleicht können wir den einen oder anderen auch hiermit ermutigen, selbst bei einer der Organisationen aktiv zu werden. Neue Helfer sind immer willkommen", sagte Raffael Zaiour.

Besuch im Landtag

Am 20.10.2017 besuchte der Landtagsabgeordnete Daniel Born die Gemeinschaftsschule Heckengäu. Dieser Besuch wurde ausführlich von einigen Schülern der 9. und vor allem der 10. Klasse vorbereitet. Daraufhin wurden wir von Herrn Born in den Landtag eingeladen. So fuhren wir am Mittwoch, den 09.05.2018, in den Landtag nach Stuttgart.
Wir starteten die Reise nach Stuttgart gegen 11:15 Uhr an der Lindenhalle in Wiernsheim. Gegen 12 Uhr kamen wir in Stuttgart am Landtag an, woraufhin wir einen kleinen Spaziergang durch den Schlossgarten zur Stuttgart 21 Baustelle und wieder zurück unternahmen. Um 13 Uhr gingen wir dann in das Plenarrestaurant zum Essen. Während wir in ruhiger Atmosphäre die Maultaschen mit Kartoffelsalat aßen, kam auch schon Herr Born und begrüßte uns.
Nach dem Essen wurden wir dann in einen kleinen Sitzungsraum geführt, wo wir über Verhaltensregeln im Plenarsaal belehrt wurden. Jetzt war es so weit und wir wurden in die äußerst spannende Plenarsitzung gebracht. Nach 45 Minuten war unsere Zeit vorbei und wir gingen aus dem Raum. Da während unseres Besuches die Sitzung weiterlief und nicht wegen uns unterbrochen wurde, mussten wir äußerst leise sein, um die Landtagsabgeordneten nicht zu stören. Anschließend durften wir in einem Gespräch mit Herr Born einige Fragen stellen.
Gegen 17 Uhr erlebten wir noch einmal die deutsche Geschichte bei einem Besuch im Haus der Geschichte (Geschichtsmuseum), bevor wir noch einen kleinen Besuch auf der Dachterrasse von Herrn Borns Büro in Stuttgart machten. Mit einem traumhaften Ausblick über Stuttgart, bei dem noch das ein oder andere Abschluss-Selfie geschossen wurde, verabschiedeten wir uns und gingen zum Bus.
Um 19:40 Uhr kamen wir müde, aber gebildet wieder in Wiernsheim an. Es war ein toller Ausflug bei dem ein Teil der Abschlussklassen noch einmal einen gemeinsamen Tag erlebt hat und viele noch einiges an Informationen aufgenommen haben.

(Patrick Wagegg, Klasse 10)

 

Frostiges, Literarisches und munterer Wirbel auf der Bühne

Über Süddeutschland sorgen die Ausläufer eines Tiefs für eine unangenehme Nässe und die Temperaturen nähern sich gegen Abend hin dem Gefrierpunkt. Es ist Donnerstag, der 8. Februar und in der Alten Schulturnhalle der Appenbergschule in Mönsheim gibt es dem Wetter gemäß „Etwas Frostiges". Genau so hieß das Motto des diesjährigen Literarischen Abends, zu dem die Schüler der Sekundarstufe an der Gemeinschaftsschule Heckengäu auch in diesem Jahr wieder eingeladen hatten.
Den Kern der Veranstaltung bildeten wie immer Gedichte und Geschichten aus verschiedenen Jahrhunderten der deutschen Literatur. Klassiker und Außenseiter und manche auch ganz schön schwierig. Aber das machte in dem Fall nichts. Im Gegenteil. Hatte zum Beispiel die Schülerin der Abschlussklasse noch nie vorher etwas vom altehrwürdigen Dichter Grillparzer gehört, nach den Proben und dem Vorlesen auf der Bühne war die Mauer eingerissen, die am Anfang noch zwischen „Des Winters Hauch" und unserer alltäglichen Sprache gestanden hatte. Von einer Lesebühne aus vorgetragen wurden die literarischen Texte, die allesamt das Thema „Winter" beinhalteten, von Schülern der Klassenstufen 7 bis 10. Als besonderes Schmankerl sprach eine Gruppe von Fünftklässlern immer wieder aus unterschiedlichen Positionen im Raum selbst geschriebene Kurzgedichte ins Publikum. Es waren sogenannte Haikus, die nach japanischem Vorbild die Jahreszeit besingen. Sie wurden im Deutschunterricht gedichtet. Die Auswahl der literarischen Texte und die Koordination der Leseproben wurden von der Deutschlehrerin Katrin Celisi besorgt.
Um den Zugang zu der teilweise ungewohnten und alten Sprache der literarischen Texte einfacher und spannender zu gestalten, hatten die Schüler der sechsten Klassen der Gemeinschaftsschule sowie der Außenklasse der Gustav-Heinemann-Schule im Theaterunterricht szenische Impulse und Interpretationen erarbeitet, die sie zwischen den Leseblöcken mit viel Spiellust - und zum größten Vergnügen der zahlreichen Zuschauer - auf die Bühne brachten. Theaterunterricht gehört an der Gemeinschaftsschule Heckengäu zum Schulprofil. Das heißt, „Theater" ist ein ordentliches, verpflichtendes Schulfach für alle. In diesem Jahr waren es die Theaterlehrerinnen Stefanie Merklinger und Karin Winter, die mit den Schülern der sechsten Klasse, dann wenn „Theater" auf dem Stundenplan stand, für den Auftritt beim Literarischen Abend übten.
Um dem frostigen Motto ein wenig die klirrende Spitze zu nehmen, wurde der Abend musikalisch vom Chor der fünften Klassen eingerahmt. Unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Stefanie Barbier hatten die Schüler heiter-winterliche Songs einstudiert, die sie instrumental begleitet von Musiklehrer Thomas Ungerer und Mitgliedern der Musik-Gruppe vortrugen. Darüber hinaus durften die Zuschauer zwei wunderschöne solistische Darbietungen eines Schülers und einer Schülerin an Keyboard und Klavier genießen.
In der Pause gab es neben heimischer Limonade appetitlich belegte Häppchen, die Schüler der siebten Klassen im Hauswirtschaftsunterricht mit ihrer Lehrerin Petra Zwick noch am Nachmittag vorbereitet hatten. Wer auch jetzt nicht vom geschriebenen Wort in deutscher Sprache lassen konnte, war aufgefordert, die im Buffetbereich ausgestellten, bunt gestalteten Haiku-Blätter der Fünftklässler zu begutachten. Immer wieder sah man einen Gast, der konzentriert die Silben zählte und sich vom jungen Experten auf dem Gebiet den einfachen und strengen Rhythmus der Kurzgedichte erklären ließ.

 

Bewerbertag der 9. Klassen im Februar 2018

Wie schon in den vergangenen Jahren fand nach den Halbjahreszeugnissen der Bewerbertag für die Klassen 9 statt. Auch dieses Jahr konnte sich die Schule dabei wieder auf die tatkräftige Mithilfe durch Mitglieder des Gewerbeforums Wiernsheim sowie Betriebe und Einrichtungen aus der Umgebung verlassen. Es fanden sich sogar so viele Unterstützer, dass ein Team zum Motivationsunterricht in die Klassen ging.

Zwar war die Schulsporthalle ein etwas ungewöhnlicher Ort, um Vorstellungsgespräche zu üben, doch die anfängliche Anspannung wich durch die offenen und freundlichen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner sehr schnell.

Nach den Gesprächen erhielten alle „Bewerber" Rückmeldungen zu den vielen wichtigen Punkten eines Vorstellungsgesprächs. Wie so oft, sah man dann manch lachendes aber auch manch nachdenkliches Gesicht. Neben positiven Bestärkungen und vielen Tipps gab es auch ab und an eine deutliche Ermahnung. So manches muss auf dem Weg zu einer erfolgreichen Bewerbung noch erledigt werden. Einige Schülerinnen und Schüler merkten recht rasch, dass man für seine Zukunft ganz schön was tun und selbst aktiv werden muss.

Parallel zu den Bewerbungsgesprächen führte Frau Heinkel, die Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, Beratungsgespräche. Wie schon mehrfach in diesem Schuljahr, ging es um die momentane Situation bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer weiterführenden Schule sowie die nächsten Schritte.

Mit dem Bewerbertag absolvierten die 9.-Klässler einen der letzten von vielen Bausteinen der Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule Heckengäu. Diese beginnt bereits in Klasse 1 mit dem Technolino-Projekt, führt über verschiedene Praktika, spezielle Projekte und eine Berufewoche bis hin zum Bewerbertag. Das Ziel dieses langen Prozesses ist die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen bei der Wahl ihrer möglichen beruflichen Zukunft.

Für eine erfolgreiche und informative Veranstaltung bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Beteiligten:
Herr Barges (ZEBAMO Sportscar Rental GmbH)
Herr Eiwen (ZEBAMO Sportscar Rental GmbH)
Frau Heinkel (Agentur für Arbeit)
Herr Kristek (Gerd Kristek – Das Bad)
Frau Marino (Rohrtrennzentrum GmbH)
Herr Märkle (Rohrtrennzentrum GmbH)
Herr Matziris (Gebr. Saacke GmbH & Co. KG)
Frau Meichel (Arztpraxis Meichel)
Herr Schäfer (Bund der Selbstständigen)
Frau Schmauder (Gemeindeverwaltung Wiernsheim)

 

Der BauBus besucht die GMS Heckengäu

Fast wird es für das Team des BauBusses Routine, den Weg von Freiburg nach Wiernsheim einzuschlagen, um dort einen Tag mit Jugendlichen zu verbringen. Im Abstand von maximal zwei Schuljahren kommt das bewährte Team an die Gemeinschaftsschule Heckengäu. Dieses Mal kam nun auch noch die tatkräftige Unterstützung der Bau-Innung Pforzheim-Enzkreis hinzu.
Freudige Aufregung herrschte bei den Schülerinnen und Schülern auf dem Weg zum Parkplatz vor der Lindenhalle. Was gibt es wohl bei diesem Bus zu sehen? Was kann ich da alles machen? Diese und viele andere Unterhaltungen konnte man immer wieder hören. Nun, sehr lange dauerte es nicht und die Fragen wurde beantwortet. Nach einer kurzen Einführung teilten sich die Gruppen in Zweierteams auf und durchliefen die einzelnen Übungen. Der Bus und seine Umgebung sind dabei eine multimediale Berufsinformation für den Bereich der Bauwirtschaft und seine etwa 20 Ausbildungsberufe. Neben einem kleinen Vortrag konnte man in der BauBox z.B. einen fiktiven Bungee-Sprung von einem 70 Meter hohen Baukran machen, was meist von lautem Quietschen begleitet wurde. Für den Hör- und Tastsinn gab es ein Geräuscherätsel und einen Fühlkasten. Ganz schön viel Hirnschmalz wurde beim Werkzeug- und Werkstoffquiz, beim räumlichen Denken und beim Erstellen einer korrekten Wasserleitung benötigt. Richtig anstrengend wurde es für viele Jugendliche, als sie eine Schalung für ein Betonteil erstellen sollten. Aber Respekt: mit Nachdenken und Ausdauer haben es alle geschafft! Der Höhepunkt war aber ganz offensichtlich der ferngesteuerte Mini-Bagger, mit dessen Hilfe man fünf Würfel stapeln sollte, was ganz schön viel Fingerspitzengefühl erforderte.
Durch die interessanten Aufgaben, die Tipps des Busteams und die Hilfen der Auszubildenden der Bau-Innung verflog die Zeit sehr schnell und ein kurzweiliger Unterricht ging rasch zu Ende.

 

Zeitkapsel im Rahmen des Schuljubiläums in Mönsheim

Wünsche, Gedanken und Alltägliches für die Schüler der Zukunft

Die Zeitkapsel der Appenberggrundschule und der GMS Heckengäu ist verschraubt und versiegelt. Eines fernen Tages soll sie wieder geöffnet werden – wann das sein wird, steht in den Sternen. „Vielleicht steht ihr dann ja sogar mit euren eigenen Kindern hier in der Schule", sagte die kommissarische Schulleiterin, Monika Becker, beim Schließen der Kapsel am Freitag.

Während der Feier zum 50-jährigen Jubiläum der Appenbergschule waren Schüler, Lehrkräfte und Festbesucher eingeladen, ihre Wünsche und Gedanken rund um die Schule zu notieren. Auch in den Wochen nach dem großen Fest blieb noch Zeit, einen Zettel oder Brief an spätere Generationen zu verfassen. Alle Aufschriebe werden in der Zeitkapsel auf ungewisse Zeit aufbewahrt. Eine spannende Sache nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für jene, die die Zeitkapsel irgendwann einmal öffnen werden.

Post an die Zukunft

Die Idee zur Zeitkapsel hatte der Förderverein der Schule, der zum Jubiläum etwas ganz Besonderes beitragen wollte. Etwas, das lange über das Freudenfest hinaus bestehen bleiben sollte. Die Idee einer Zeitkapsel wurde geboren.
Darin sind nicht nur die Zeilen der vielen kleinen und großen Schreiber enthalten. Auch Erinnerungen vom Anfang der Schule bis heute, Schüler- und Lehrerzahlen, Fotos der Schule und Stundenpläne sowie Informationen über den Förderverein, die Schulsozialarbeit, Schulprojekte, die Kernzeitbetreuung und vieles mehr haben ihren Platz in der Kapsel.

Was bewegt die Schüler?

Ihre Wirkung entfaltet die Zeitkapsel nicht erst in der Zukunft. Die Aufschriebe haben dem Förderverein schon jetzt einen Einblick gegeben, was die Schüler bewegt und was sie brauchen. Die Mädchen und Jungen hätten sich mit überraschender Ernsthaftigkeit Gedanken über sich und die Schule gemacht hatten, sagt Nicole Kraft, Vorsitzende des Fördervereins. Auch Wünsche zum Schmunzeln, wie etwa die Treppenaufgänge mit Rolltreppen zu ersetzen oder Tiere im Pausenhof zu halten – seien dabei gewesen. Dafür viel Lob für die Lehrkräfte, den Hausmeister, die Kernzeitbetreuung und den Förderverein. Auch was den Schülern besonders gefällt, wurde deutlich, beispielsweise die Theater-AG, die Bücherei, die Projektwoche, der Waffelverkauf in der Pause und das Arbeiten im PC-Raum.
Die Wünsche für und an die Schule seien oft sehr konkret gewesen, so Nicole Kraft weiter, manche sehr nüchtern und wieder andere einfach bezaubernd. Zu letzterer Kategorie zählen „Ich wünsche der Schule mehr Glanz", „Kein Kind soll wegen seines Aussehens und seiner Herkunft gehänselt werden" oder auch „Ich bin ein echter Störenfried, das ist in der Zukunft nicht sinnvoll".

Meistgenannte Wünsche

Die meistgenannten Wünsche in der Zeitkapsel wurden zu einer Hitliste zusammengefasst und von Rektorin Monika Becker verlesen.
An oberster Stelle standen neue Spielgeräte und Spielmöglichkeiten auf dem Schulgelände. Dann kamen Wünsche zum Mensa-Essen, gefolgt von mehr Sportunterricht und mehr Ausflügen.

Nachdem die Zeitkapsel nun verschraubt wurde, wird sie nach den Ferien ihren Platz in einer eigens dafür hergestellten Vitrine finden, bis sie eines Tages bei einem besonderen Anlass von Kindern und Lehrkräften der Appenbergschule wieder geöffnet wird.

Text in Anlehnung an den Originaltext (Pressebüro Schiel, Marion Braun)

Berufewoche der 8. Klassen

Berufewoche heißt, die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen beschäftigen sich eine ganze Woche zum Thema Berufe an verschiedenen Orten außerhalb der Schule.

Los ging es am Montag und Dienstag im Schützenhaus Wiernsheim. Nachdem alle Schülerinnen und Schüler ihren etwas außergewöhnlichen Arbeitsplatz gefunden hatten, startete die Woche mit dem Projekt „Gewerkschaften in den Schulen". Viele ehrenamtliche IG Metall-Mitglieder informierten die zukünftigen Arbeitnehmer über die Arbeitswelt – aber dieses Mal aus der Sicht der Beschäftigten. Die Jugendlichen konnten in verschiedenen Übungen ihre Wünsche und Ängste bei der Berufswahl äußern, klären was ihnen für die Familie wichtig ist – und wie man mit diesen Dingen umgehen und Ziele erreichen kann. Nicht wenige Schülerinnen und Schüler haben da schon sehr genaue und realistische Vorstellungen. Manchem jungen Anwesenden aber war der Blick aufs wahre Leben manchmal völlig unverständlich. Keine 5000 Euro netto? Nicht ewig im Hotel Mama? Keinen Audi RS4 für 100 Euro leasen? Nicht wöchentlich shoppen? Wie, Essen und Wohnung kosten Geld? Das Leben kann so hart sein! Trotz manchem Realitätsschock gab es immer wieder Aufmunterung, immer wieder Tipps zum Bewerben aber auch sehr deutliche Infos auf was es ankommt, damit man überhaupt einen Beruf bekommt...und das sind nicht nur die Noten.

Parallel zur Gewerkschaft galt es bei Frau Haas, unserer Schulsozialarbeiterin, so manch harte Nuss zu knacken. Gefragt war dabei aber nicht klassisches Schulwissen, sondern der Teamgedanke und das Einbringen der eigenen Stärken. Recht schnell lernten die Schülerinnen und Schüler worauf es ankam, um als Ungeübter gleichzeitig verschiedene Rhythmen im Team zu klatschen. Oder was braucht es, um eine vollbesetze Plane zu wenden, Tennisbälle zu transportieren ohne sie zu berühren oder nur mit ein paar Teppichfliesen den Raum zu durchqueren – und zwar mit Verletzten und im Kampf gegen den Fliesenhai? Immer wieder wurde über festgestellte Stärken gesprochen. Diese Stärken sehen die Jugendlichen oft gar nicht und doch sind sie wichtig, damit man seine Ziele erreichen kann.

Am Mittwoch kamen dann Frau Heinkel und Herr Bürkle, Berufsberater der Agentur für Arbeit. Ganz wichtig war dabei die Zeitplanung bei der Bewerbung, der zuvor schon bei den Eltern an einem Infoabend angesprochen worden war. Für manchen heißt es da nun Gas geben. Es wurde auch über Berufswünsche gesprochen und was dafür nötig ist. Immer wieder war die Frage, was muss man denn tun, um überhaupt eine Ausbildung zu bekommen?

Wie schon in den vergangenen Jahren folgte am Donnerstag dann das eigentliche Highlight der Woche. Es kamen wieder viele Firmen und Einrichtungen in die Lindenhalle, gaben interessante Einblicke, informierten aus der Praxis über Ausbildungsberufe und machten verschiedene Übungen mit den Jugendlichen. Es wurde gelötet, gerätselt, kombiniert, programmiert, im Alterssimulationsanzug gelaufen, Berufsalltage gezeigt, Produkte und Arbeitsanforderungen bestaunt, Praktika vereinbart, Bewerbungsunterlagen begutachtet und vieles, vieles mehr. Vor allem aber gab es jede Menge interessante Gespräche und zur Freude der Lehrer löcherten die Jugendlichen die anwesenden Experten mit unzähligen Fragen. Den herzlichen Dank der Schülerinnen und Schüler hatten sich alle mehr als verdient!

Zum Abschluss der Woche ging es dann am Freitag in den Kletterpark nach Pforzheim. Fast zwei Stunden kletterten begeisterte Schülerinnen und Schüler quer durch die Bäume, seilten sich ab und fuhren jauchzend Seilbahnen herunter. Nicht wenige Personen hatten anfangs auf Bodenhöhe zitternde Knie – und standen dann doch am Ende des Tages lachend ganz oben auf 11m Höhe. Was für ein Spaß – und was für eine Freude zu sehen, wie die Jugendlichen sich immer mehr zutrauten.

Für eine erfolgreiche Woche bedankt sich die GMS Heckengäu ganz herzlich bei allen Beteiligten:

Herr Fricke und Team (IG Metall)
Frau Haas (Schulsozialarbeiterin, GMS Heckengäu)
Frau Heinkel, Herr Bürkle (Agentur für Arbeit)
Herr Kristek (Gerd Kristek – Das Bad)
Frau Marino, Herr Märkle (Rohrtrennzentrum GmbH)
Herr Gölz (Gölz & Kollegen Deutsche Vermögensberatung)
Herr Hartwich und Kollege (C. HAFNER GmbH + Co. KG)
Frau Baumbach und Team (Schwester-Karoline-Haus)
Herr Reuster (Polizeipräsidium Karlsruhe)
Frau Britsch und Team (Mobiler Dienst „Pflege und Mehr")
Frau Baumgärtner (Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis e.V.)
Schützenverein Wiernsheim
Formel-1-Freunde Wiernsheim

Ohne Ihre Unterstützung wäre eine solche Woche nicht durchführbar. Danke!
(MK)

Spieleolympiade am vorletzten Schultag

Am 24. Juli, dem vorletzten Schultag in diesem Schuljahr kamen alle Klassen in Wiernsheim zusammen, um in altersgemischten Teams (die jeweils eine bestimmte Farbe hatten) an der Spieleolympiade teilzunehmen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen konnte man an über 20 Stationen alleine oder im Team Punkte für sein Farbteam sammeln. Die 8. Klässler hatten zusammen mit der SMV - Lehrerin Frau Blank die Stationen vorbereitet und halfen mit, dass sich groß und klein zurecht fanden.

Die Punkte wurden in Behältern mit gefärbtem Wasser gesammelt. So konnte man jederzeit sehen, welches Farbteam gerade in Führung war.

Alle waren mit Feuereifer dabei und wollten gewinnen. Bei der Siegerehrung konnte Schulleiterin Becker die Sieger bekanntgeben. Dieses Jahr war dies das Team Orange.

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